Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

„Wilde Hunde“ von Markus Zusak


Autor: MARKUS ZUSAK

Buch: Wilde Hunde

Originaltitel: Doppelband aus: Vorstadt-Fighter, When dogs cry
Originalverlag: cbj/Macmillan AUS
Übersetzt von Ulrich Plenzdorf, Alexandra Ernst

Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-13612-6
€ 14,95 [D] | € 15,40 [A]

Verlag: cbj

Erscheinungstermin: September 2008

wildehundecover „Wilde Hunde“ von Markus Zusak

Das Buch besteht aus zwei Romanen: „Ruben Wolfe“ und „Cameron Wolfe“

Das Buch Ruben Wolfe („Fighting Ruben Wolf“)

Die Brüder Cameron und Ruben Wolfe leben am Rand von Sydney. Ihr Vater ist seit Monaten arbeitslos, ihre Mutter arbeitet die ganze Zeit, die beiden älteren Geschwister haben ihre eigenen Probleme. Als ihre Schwester Sarah als Hure bezeichnet wird, schlägt Ruben zu. Der Typ steht danach nicht mehr so schnell auf- und Ruben wird gefragt, ob er nicht bei illigalen Boxkämpfen mitmachen will. Für 50 Dollar pro Sieg ist Ruben jede Woche dabei. Er gewinnt immer. Der jüngere Cameron kann einstecken und steht immer wieder auf: Das bringt keine Siege, aber Trinkgeld für seinen Mut. Die beiden Brüder verändern sich. Ruben wird härter, Cameron will nicht mehr verlieren, er will kein Verlierer sein. Sein letzter Kampf der Saison geht gegen seinen Bruder Ruben selbst.

Im zweiten Roman „Cameron Wolfe („When Dogs Cry“) wechselt Ruben seine Freundinnen extrem schnell, während Cameron nur eine liebt: Oktavia, die (Ex)Freundin von Ruben. Ruben findet das eigentlich okay, er hat längst eine neue Freundin. Keine gute Idee, denn deren Exfreund will ihn umbringen. Ruben wird von seinen Leuten ziemlich hart zusammengeschlagen. Da trägt Cameron, der ewige Versager, ihn den ganzen Weg zurück nach Hause.

Das ist das krasseste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe! Der Stil ist knapp, genau – einfach cool. Die Brüder denken wie eine Person und obwohl sich der jüngere Cameron oft sehr unsicher ist, lässt er sich von Ruben führen. Nur ihm kann er vertrauen und umgekehrt. Dass zwischen den Brüdern Rivalität herrscht, stimmt nicht ganz. Cameron möchte nur nicht gegen Ruben verlieren und Ruben will später nicht zugeben, dass es okay ist, wenn Cam nicht zu ihm aufschaut. Um Mädchen geht es so gut wie gar nicht- außer in Cams Fantasien. Er entwickelt sich und hat später sehr viel Respekt vor Frauen, die auch durch die tollen Mutter- und Schwesterfiguren beeinflusst werden. Seine Gespräche mit dem fiktiven Wolf sind toll. Es ist erstaunlich, wie man als Leser bemerkt, dass sich die Brüder verändern. Markus Zusak erfindet unglaubliche Worte um diese Geschichte temporeich und real zu halten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. Januar 2010 von in berühmte Bücher und getaggt mit , , , , , .
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