Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Die Geburt des Dionysos


Nicht wirklich in der Kategorie Geschichte, aber was solls?

Wieso nennt man fünf oder sechs verschiedene Frauen „Mutter des Dionysos“? Konnten sich die Griechen nicht einfach einigen?

Die netteste, und wohl am weitesten verbreitete Geschichte ist diese:

Zeus hatte in Gestalt eines Sterblichen eine Liebschaft mit Semele, der Tochter des Königs Kadmos von Theben.

Die eifersüchtige Hera, gab Semele, die schon im sechsten Monat schwanger war, als Nachbarin verkleidet, den Rat, dass ihr Liebhaber sie nicht länger täuschen sollte. Semele solle verlangen, seine wahre Gestalt und Natur sehen zu dürfen.

Semele befolgte den nicht wirklich gut gemeinten Rat. Zeus weigerte sich und Semele ließ ihn nicht in ihr Bett. Aber Zeus macht man nicht wütend. Er verwandelte sich in Donner und Blitz und –tja, sie starb.

Hermes aber konnte ihr sechs Monate altes Kind retten: Er nahm ihn und schwupp- nähte er ihn in Zeus Schenkel ein, wo er noch drei Monate wachsen konnte. So geschah es, dass Zeus Dionysos gebar, was sich eklig anhört. Und ziemlich pervers ist. Allerdings ersparte es Dionysos die Zweifel, dass er kein echter Gott sei- man denke zum Beispiel an Herakles/Herkules -, denn Dionysos war eindeutig unsterblich.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Februar 2010 von in Geschichte und getaggt mit , , , , , .
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