Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Gedanken zu: „Die Poetik“ von Aristoteles


Ich bezeichne die Sprache als anziehend geformt, die Rhythmus und Melodie besitzt.[1]

Wie Aristoteles in seiner „Poetik“ schreibt, braucht eine Tragödie sechs Dinge, um eine echte Tragödie zu sein. Diese wären: 1. Mythos, 2. Charaktere, 3. Erkenntnisfähigkeit (wobei ich das noch nie so richtig verstanden habe: was soll das da jetzt?), 4. Sprache, 5. Inszenierung und 6. die Melodik.

Wobei Mythos bei Aristoteles nichts anderes als Handlung bedeutet.

Die meisten griechischen Tragödien setzen ja voraus, dass man sich sowohl mit Göttern als auch mit Heldensagen auskennt. Heute kann man ja nicht einmal mehr voraussetzen, dass die Leute wissen, dass zu Weihnachten Jesu Geburt gefeiert wird. Schade, wie schnell die Welt vor die Hunde geht, nicht wahr?

Was Aristoteles aber noch unentbehrlich findet, ist Schauererregendes und Jammervolles. Klingt das nicht schön?

Jammervolles soll man übrigens nicht planen. Es soll die Folge von etwas sein, also etwas Unvermeidbares. Oder auch etwas, dass die Handlung erst ins Rollen bringt, wie zum Beispiel: Ödipus tötet seinen Vater, ohne es zu wissen.

Das ist tragisch. Oder so.


[1] Aus: Aristoteles, Die Poetik

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Februar 2010 von in Unsinn und getaggt mit , , , , , , .
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