Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

30 Seconds To Mars im Gasometer (Wien)


Besessen zu sein hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass man  immer rechtzeitig Konzertkarten kauft, weil man immer genau weiß, wer wo wann ist. Nachteil ist, dass man zwei Tage vorher schon Probleme beim Einschlafen hat und den ganzen Tag lang nicht mehr stillsitzen kann. Was besonders dann blöd ist, wenn man Vorlesungen besuchen muss. Und so furchtbar interessant Marshall McLuhan und Walter Benjamin auch sind, eineinhalb Stunden können sich ziehen…. Endlich Class Dismissed. Endlich hinaus. Endlich Sonne!

Etwa eine halbe Stunde sind wir draußen gestanden, mit Musik von Youno versorgt worden und ich werde nie verstehen, warum nur die Seiteneingänge geöffnet werden, wenn so viele Leute schon bei der Vorgruppe hineinwollen. Vorgruppen, übrigens. Mir persönlich hat Street Drum Corps besser gefallen als Carpark North, die allgemeine Stimmung war aber eher auf die Dänen gerichtet.  Wenn Füße schon vor dem Beginn wehtun, wird das im Laufe des Abends auch nicht mehr besser. Und warum stehen vor mir immer Riesentypen, die mir mit ihren gigantischen Latschen auf meine Winztreter hüpfen?

Nach drei Monaten warten begann es mit Night oft the hunter und endete mit Kings and Queens. Und nach drei Monaten Vorfreude ist es jetzt tatsächlich vorbei. 😦 Es war toll, falls es jemand anzweifelt.

Als Jared sagte: „Alle machen jetzt drei Schritte vor!“ wollte ich ihm am liebsten den Kopf abreißen. Wien hats ihm gedankt und ihm das T-Shirt weggerissen. Das hat er jetzt davon. Nur so am Rande: Ja, ich habe mich geschämt, als ein paar fussballverliebte Typen tatsächlichen „Immer wieder“ gegrölt haben. Gibt’s echt nichts Österreichischeres?

Gänsehautstimmung kam bei Revenge auf (echte Gänsehaut nicht, dazu war´s viel zu schwitzig). Wer so heiser ist, und dann noch immer so hoch singen kann, ist entweder verrückt oder richtig gut. (Natürlich war es hier etwas von beidem).

Enttäuschend war für mich irgendwie Tomo. So präsent er bei Interviews auch ist, so unscheinbar ist er am Rand gestanden. Schade.

Shannon wie immer in Trance- ihn zu beobachten ist alles Geld der Welt wert.

Gute Nacht.

http://thirtysecondstomars.thisisthehive.net/blog/

http://www.myspace.com/streetdrumcorps

http://www.myspace.com/carparknorth

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2 Kommentare zu “30 Seconds To Mars im Gasometer (Wien)

  1. Anonymous
    10. April 2010

    ich war am tag zuvor in münchen, war auch riesig 🙂

  2. KATE
    8. April 2010

    ich kann dir nur zustimmen, es war einfach unglaublich, nur schade das die schönen Dinge im Leben immer so schnell zu Ende sind 😦
    Die Vorbands fand ich wirklich gut, Street Drum Corps haben eher ein bisschen fürs aufwärmen gesorgt und waren eine gute Show-Einlage und Carpark North werd ich mir sicher nochmal anhörn 🙂
    Am Anfang hab ich mich wirklich gefreut auf welch tollen plätzchen ich steh, weit vorn, kein Riese vor mir und genug Luft zum Atmen und dann dass mit den 3 Schritten, in diesem Augenblick, hasste ich Jared für einen kurzen Augenblick, man kann ihn einfach nicht länger böse sein (;

    Zu „unserer österreichischen Improvisations-Hymne“ sag ich besser gar nichts, denn dafür schäm ich mich ja jetzt noch! 😀

    freu mich schon aufs Nächste! 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20. März 2010 von in Musik, Theater, Konzert und getaggt mit , , , , , , , , .
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