Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

VO T&M: 07.05.2010


 
 

Literatur und Film

 
 

  • Benjamin: Wie verändert Reproduzierbarkeit die Literatur?
    • Heute: normal
    • TV-Serien zu Büchern, Bücher zu Filme – und umgekehrt
  • Ab Ende 19.Jh.
  • Nicht die Technik verändert, sondern die Leute die dafür Interesse haben
    • Bestimmte kulturelle Veränderung führt zu einer neuen Erfindung und verbreitet diese
  • Vor Erfindung des Films
    • Massenpublikum entsteht
    • Interesse für das Visuelle
      •  
  • Joachim Paech
    • Literaturgeschichte als Vorgeschichte des Films
    • 3 Aspekte
      • Konzentration auf das Sichtbare
        • Naturalismus und Realismus, zb Flaubert, sola
        • Was man sehen kann
        • Gegenteil: Bernhard interessiert nur, was man nicht sieht
        • Sergej Eisenstein, Regisseur, Pionier, über s.
        • Auch Edgar Allen Poe: The man in the crowd
          • Sehen und verbergen, Licht und Schatten
          • Fenster lässt das Draußen wie einen Film aussehen
          • Schockelement: Plötzlich
      • Benjamin: Großstadt ist Film
      • Erzählperspektive des Beobachters
        • Quasi Kamera
        • E.T.A. Hoffmann: Des Vetters Eckfenster, 1822
          • Gehunfähig, Dichter, Eckfenster auf Hauptplatz, beobachtet
          • Verschiedene Personen „bekannt“, überlegt Leben
          • Schriftsteller braucht: ein Auge, das wirklich schaut
          • Gleiche Situation: Hitchcock „Rear Window“
      • Parallelmontage / „cross cutting“
        • Erzählfluss springt hin und her
        • Flaubert: Madame Bováry
        • Rede zwischen Bováry und Liebhaber
        • Eisenstein: Flaubert gut cross cutting
        • Zwei Gespräche ineinander
        • Vorform für das Filmen im 20.Jh waren diese Filme
        • David W. Griffith „Birth of a nation“
          • Vorbild für viele Regisseure
          • Politisch Schwachsinn
        • Leute würden nicht verstehen, worum es geht, wenn hin und her
        • Griffith Inspiration Dickens
    • Interesse war also da
    • Anfänge des Films
      • Louis und Auguste Lumieré
        • 28. 12.1895, Grand Café, Paris
      • USA: Eddison
      • Deutschland:
      • „Die lebende Fotografie“
        • Man kann Leben aufzeichnen
        • Nachbildwirkung
        • 16 Bilder pro Sekunde
        • 1. Spielfilm
      • In Varietés usw
      • Für Massen, Proletarier
      • Schlechter Ruf
        • Keine Kunst
        • Nur Teil eines Programms
        • Verbreitete sich schnell
      • Erstes Wiener Kino März 1896
      • 1903 drei Kinos in Wien
      • 1913 über hundert Kinos in Wien
    • Einzelfilme nur 1-2 Minuten
    • Literarisierung des Films
    • Bürgertum war sehr skeptisch
      • Bis 1908 offen feindlich
      • Kino muss Bürgern entgegenkommen, ohne Proletarier zu verschrecken
    • Verfilmung Literarischer Texte
      • Berühmte Theaterstücke, Romane
    • Am Anfang der Filmgeschichte zahlreiche Literaturverfilmung
    • Film belebt Buchmarkt wieder
    • Quo vadis? 1912-1935 drei Verfilmungen
    • Kunst und Kommerz fließen zusammen
      • Autoren: gebt eure Romane für den Film frei- umarbeiten)
        • Neue Einnahmequelle
        • Neue Verbreitungsform
      • Massenliteratur wurde auch verfilmt
        • Western, Heftchen, B-Movies der Literatur
        • Pulp
      • Kino prägt Wahrnehmung des Publikums, aber auch die Schreibweise
    • Bert Brecht: nicht zufrieden mit Dreigroschenoper-Verfilmung
      • Schreibender ist nicht unbeeinflusst
    • Filmische Schreibweise
      • Montage
        • Hintereinander viele Sequenzen, rasche Szenenwechsel
      • Wechsel der Blickpunkte
        • Perspektiven wechseln häufiger
      • Vielzahl an Sinneseindrücken
        • Wird in der Literatur wichtig,
      • Schockförmige Wahrnehmung
        • Großstadt
        • Filmische Gestaltung der Großstadt
        • Großstadtroman: Berlin Alexanderplatz
    • Texte wurden umgearbeitet
      • Arthur Schnitzler (Folien)
      • 1920 Reigen Uraufführung
      • Traumnovelle, biografisch, mehrere Geliebte, seine Frauen mussten treu sein
      • Schnitzler als Kinogänger
        • Im Tagebuch beschrieben
        • Keine Favoriten, am ehesten Komödien
        • Erzählungen deutliche Nähe zu Filmsprache
        • Motiv: Geschäftsmann, Produzent, Drehbuchschreiber
          • Gezielt von Regisseuren, von Firmen usw
        • Motiv: Zerstreuung
        • Motiv: Beziehung zu Clara Pollaczek, Schnitzler geht selten allein ins Kino, meist mit Frauen, im Theater wird man gesehen, im Kino nicht
        • Roland Barthes: Kino als erotisierender Raum
      • Schnitzler arbeitet immer mit an Filmen
      • Schnitzler Pläne für Traumnovelle, Regisseur: Papst – abgesagt
        • Papst mit Brecht Probleme
        • Drehbuch begann mit Ball, wie auch später bei Kubrick (der davon ncihts wusste)

     
     

     
     

     
     

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. Juni 2010 von in VO Texte und Medien.
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