Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Fridas Angst.


geschrieben Feb2008

Es geht vorbei

Ich lasse mich vom Wind wiegen,
bin ein gelber Schmetterling, kann fliegen
Du weiß doch, was ich meine?
Zum Fliegen braucht man ja keine Beine

Es geht vorbei

Bald ist es wie früher, Alex, glaubst du mir?
Ich bin da für dich, nur du dann nicht mehr hier.
Alejandro, ja, ja, du nickst
Aber nicht du liegst:
Du kannst jetzt einfach gehen.
Aber im Traum kann ich fliegen
und muss nie wieder liegen.
Kannst du mich verstehen?

Es geht vorbei

Willst du wissen, wie der Tod ist?
Er tanzt, damit man nicht auf ihn vergisst.
Diese Angst soll endlich mal vergehen
Wie oft soll ich ihn im Schlaf noch sehen?

Es geht vorbei

Mein Tod ist ein grinsendes Skelett
so eines, wie über meinem Bett
Am Dia de Muerte hab ich ihn aus Pappmaché gefunden
Man muss sich gut stellen, mit ihm, damit er meine Wunden
nicht zu ernst nimmt.

Es geht vorbei

Wie gesagt, sieh hin: mein Tod lacht.
bedrohend hab ich nur die Pflanze gemacht.
Sie frisst mich nicht auf, sie hüllt mich ein,
vielleicht sollte es umgekerht sein?
Vielleicht saugen Pflanzen an meinem Leben
anstatt dass sie mir neues geben?

Es geht vorbei
-Wiederhole das, Mama
Es geht vorbei, Frida
-Aber irgendwann kehrt es doch wieder

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10. Mai 2011 von in Gedichte und getaggt mit , .
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