Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

„Der Sohn des Alchimisten“ von Andreas Gößling


Der 15jährige Sanno hört immer wieder in der Nacht Kinderschreie aus dem Wald. Eines Nachts wagt er endlich nachzusehen. Es ist das erste Mal, das auch sein treuer Hund etwas gehört hat. Sanno findet im Wald ein Baby, zwei Frauen versuchen offenbar ihm das Leben zu retten, doch ohne Erfolg. Sein Vater Lambert sperrt die beiden Frauen in den Keller und schreibt einen Brief an Monsignore Taurus, den berühmten Hexenjäger, dass er Teufelsanbeter ertappt hätte. Sanno bringt am nächsten Tag den Brief in die Stadt Gelnhausen, wo de Monsignore übernachtet. Dort ist alles in Aufruhr weil der mächtige magier Faust der Stadt einen Besuch abstattet. Im Gedränge entdeckt Sanno ein Mädchen, er weiß nicht wieso, aber er folgt ihr. Sie heißt Lunja und ist Helferin eines Seelenmalers, Herbold. Sanno hatte einen Unfall als er sieben war, mit der Kutsche. Seine Mutter starb dabei und er selbst kann sich an die Geschehnisse davor nicht mehr erinnern. Das Bild, das der Seelenmaler ihm anfertigt, zeigt ein altes Haus am Nordmeer. Es löst unvorstellbare Angst in Sanno aus. In dem Moment, als er der Wahrheit ganz Nahe ist, steht der Hexenjäger vor ihm und denkt, Herbold hat etwas mit Faust zu tun. Lunja flieht und Sanno läuft ihr nach. Sie brechen noch in der Nacht auf, um zurück zu Vater Lambert zu fahren. Sanno überredet seinen Vater, Lunja wenigstens eine Nacht zu beherbergen. Als Sanno Vater Lambert das Seelenbild zeigt, dreht der Vater durch, fasst sich aber wieder und schickt Sanno ohne Antworten zu Bett. In der Nacht steigt Sanno zu Vaters Labor hinab in den Keller. Zuerst fällt ihm auf, dass die beiden Frauen, die der Vater wegen Teufelsanbeterei beschuldigte, fort sind. Er findet zwei goldene Halbkugeln und einen dazupassenden Stab und steckt alles ein. Dann bemerkt er einen komischen Geruch: Feuer! Er rennt hinauf, findet Vater Lambert im Schlaf verbrennend vor, kann sich aber noch nach draußen retten. Lunja konnte sich aus ihrer Kammer befreien, sie drängt Sanno zur Flucht. Sano hört in der Dunkelheit jemanden schreien: „Teufelsjunge!“. Er ist entsetzt. Was hat er Unrechtes getan? Lunja und Sanno fliehen durch den Wald. Auf einem Bauernhof werden sie vom Knecht angefallen, der von Sannos Narben weiß: am Kopf, als wäre der Schädel gespalten und am Bauch, wo man den Nabel gar nicht mehr erkennt, vor lauter kleinen Ritzen. Sie laufen weiter durch den Wald. Sanno wird von seinem Seelenbild im Traum verfolgt, er hört Kinderweinen, spürt Qualen und Angekettet sein. Er weiß nun: Vater Lambert hat ihm mit einer glücklichen Kindheit etwas vorgelogen! Von dem fahrenden Joungleur Jerzy erfährt er, dass vor acht Jahren viele Kinder am Nordmeer geraubt wurden, und dass das fahrende Volk dafür verantwortlich gemacht und getötet worden war. Mittlerweile kommt Sanno auf den schrecklichen Gedanken, dass jemand ihm die Schnitte absichtlich zugefügt hat, um zu vertuschen, dass er gar keinen Nabel hat. Wie ein Homunkel, ein künstlich hergestellter Mensch, wie ihn nur die besten Alchemisten aus dem Glas holen können. Sanno findet die richtige Gegend, wo damals Kinder verschwanden und auch heute wieder drei verschwunden sind. Im Gasthof beraten die Männer, den Zauberer zu töten. Dort wird Sanno auf einen alt aussehenden Mann aufmerksam: Lif, der mit ihm aus dem Haus damals befreit wurde. Auch Lif glaubt, kein Geschöpf Gottes zu sein. Die Männer fesseln den beiden die Hände und führen sie zu dem Haus auf der Halbinsel, welches das Seelenbild zeigte. Sanno ist verzweifelt und will sterben. Lunja ist traurig, weil sie ihn liebt, und nicht weiß was sie ohne ihn tun soll. Im Haus weiß Sanno, dass dort unten Vater Lambert sein wird. Vater Lambert hat Linda, der Frau aus dem Wald, ein neues Kind versprochen. Er mischt hier und da Pulver und Flüssigkeiten in die Gläser und schafft so eine Puppe. Doch die Kreatur lebt nicht. Vater Lambert gesteht, dass er niemals dazu in der Lage war, Teufelskinder herzustellen. Doch er war von der Idee besessen und raubte die Kinder aus dem Dorf, teils um mit ihnen zu experimentieren. Doch aus Sanno und Lif hat er Homukel gemacht, indem er Schädel und Bauchdecke aufritzte und zusammennähte, als hätten sie zwei Schädelhälften und keinen Nabel. Sanno ist erleichtert: er ist tatsächlich ein Mensch. Er findet das Grab seiner echten Mutter und kann zusammen mit Lunja ein echtes Leben führen.

Dieses Buch zu lesen, war einfach grauenvoll! Wenn ich jetzt darüber nachdenke, hab ich noch Bauchweh,  all das schlechte, dieses Spielen mit Leben, igitt. Aber durchaus interessant.

gekauft bei Thalia €15,40

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 19. November 2011 von in berühmte Bücher und getaggt mit , , .
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