Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Sofias Leseliste: „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez


Hundert Jahre Einsamkeit

Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez

Ab Seite 71 in „überbrücken“ denkt Sofia an Sex, Wünsche und Unmöglichkeiten nach, die vielleicht doch möglich sind.

Hundert Jahre Einsamkeit ist ein Roman des kolumbianischen Autors Gabriel García Márquez. Unter dem Originaltitel „Cien Anos de Soledad“ erstmals 1967 veröffentlicht, gilt das Werk heute als wichtiger Bestandteil lateinamerikanischer Literatur. Es ist ein Vorzeigewerk des Magischen Realismus.

Es ist ein recht sinnloses Unterfangen, zu versuchen, den Inhalt mal kurz aufzuschreiben.

Alles, was dabei herauskommen könnte, wäre: In dem Buch geht es um das Dorf Macondo und die Familie Buendia, die Macondo mitgegründet haben. Am Ende des Buches wird das Dorf genau wie das letzte noch lebende Mitglied der Buendia-Familie von einem Orkan dahingerafft.

Aber das wars auch schon, und besonders aufschlussreich ist es nicht.

Ein Kennzeichen des Magischen Realismus ist es ja, dass durch die Zeit gesprungen wird. So ist das erste Kapitel eine Vorschau, was alles noch passieren wird. Das wird schon im ersten Satz deutlich: Als Oberst Buendia vor dem Erschießungskommando stand, erinnerte er sich an das und das.

Das Lesen dieses Labyrinthes durch die Zeit, wird dem Leser noch erschwert, da die Personen sich sehr stark ähneln und immer nach Vater(Mutter), Großvater(-mutter), Onkel oder Tante benannt sind. Bei Wikipedia gibt’s einen Stammbaum. Vorsicht verwirrend.

Inhalt (Versuch):

José Arcardio Buendía zieht, nachdem er einen Mord begangen hat, mit seiner Frau Ursula und einigen anderen Familien durchs Land, um eine geeignete Stelle zu finden, an der er ein Dorf gründen kann. Das Dorf Macondo wird erbaut. Es taucht eine Gruppe von Zigeunern auf, die, zusammen mit dem alten Zigeuner Melchiades, immer wieder im Roman eine wichtige Rolle spielen.

Nach dem Auftauchen eines Landrichters werden Wahlen in Macondo abgehalten. Oberst Aureliano Buendía beobachtet wie sein Schwiegervater die Wahlzettel vertauscht und beschließt in dem Moment für die Liberalen zu kämpfen. Die Bürgerkriege gehen nicht spurlos an Macondo vorbei.

Nachdem Bürgerkrieg wird eine nordamerikanische Bananenfirma wirtschaftlich wichtig für Macondo. Die Arbeiter werden dort sehr schlecht behandelt. Es kommt zu einem Massaker auf dem Bahnhof mit hunderten Toten, die dann einfach „verschwinden“.

In den letzten Jahren beginnt das große Haus der Buendias immer weiter zu verfallen, ohne das ein Bewohner etwas dagegen tut. Aureliano Babilonia gelingt es endlich, die Schrift von Melchiades, dem Zigeuner zu entziffern. Er kommt dahinter, dass die Schrift die Geschichte Macondos zum Inhalt hat, von der Gründung bis zur Zerstörung. Genau in dem Moment, indem Aureliano Babilonia liest, wie er sterben wird, stirbt er tatsächlich. Und das ist das Ende von Macondo.

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 9 (7. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596162505
  • ISBN-13: 978-3596162505
  • Originaltitel: Cien anos de soledad
  • gekauft bei: Thalia
  • aufmerksam geworden weil: ?
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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20. November 2011 von in Überbrücken (Roman) und getaggt mit , , .
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