Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

ich lese: Erich Kästner


>>Er war ein ordnungsliebender Massenmörder, dieser Staat. „Gebühr für Todesstrafe“: 300 RM. War das etwa zuviel? Gebühr für den „Pflichtanwalt“, also für den Mann der sanftmütig zu erklären hatte: „Mein Mandant ist mit seiner Erdrosselung selbstverständlich einverstanden“, 81,60 RM. Ist das zu teuer? Und so genau! Die sechzig Pfennige waren vermutlich die Auslagen des Herrn Doktor für die Straßenbahn. „Vollstreckung des Urteils“: 158,18RM. Das ist geschenkt! Dafür, das ich einen ehrlichen, tapferen, klugen Mann hängen soll, würde ich mehr verlangen!<<

aus: Erich Kästner, Eine unbezahlte Rechnung, in: Hermann Kurzke (Hg.) „Erich Kästner: Wir sind so frei“, Hanser Verlag, München 1998, Seite 26f.

 

Sehr nette Geschichten, in dem Buch, wirklich. Zu empfehlen.

(Abgetippt ohne Erlaubnis)

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 30. November 2011 von in berühmte Bücher und getaggt mit , , .
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