Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

The Way Back – Der lange Weg


Der Film beginnt mit der Zeile, dass drei Männer die indische Grenze überqueren; die Filmbeschreibung beginnt mit der Zeile, dass sieben Gefangene aus einem sowjetischen Arbeitslager entkommen.

Man kann sich also schon mal auf Tod gefasst machen.

Es fliehen mehr oder weniger gefährliche Männer. Wegen der Scheißkälte und dem Schnee sind sie vermummt – man kann sie kaum von einander unterscheiden. Erst im Laufe der 6.000 km langen Flucht wird man sie besser kennen lernen – genau wie sie sich gegenseitig auch erst nach und nach kennen lernen.

Bereits anfangs wird klar gemacht, dass es den Sowjets eigentlich egal war, ob Gefangene entkommen. Im Dauerwinter dort oben erfriert oder verhungert man sowieso relativ schnell.

Nach dem Schnee, der Wüste, den Sandstürmen, den Bergen, dem Wald, der endlosen Weite als freier Mann zu sterben ist aber nicht das echte Ziel.

Und da fragt man sich als Zuseher schon: Welches Ziel könnte so unglaublich sehnsüchtig erwartet werden, dass man so viel Kraft und Durchhaltevermögen sammelt, dass man so eine „Reise“ tatsächlich schafft? Okay, zur Frau zurückkehren ist natürlich löblich, aber alle anderen haben keine Ziele und da weiß ich nicht, warum sie überhaupt weitergehen. Wieso haben es gerade diese drei Kerle geschafft? Was hat sie angetrieben?

Drauf bekommt man keine Antwort, auch wenn die letzten paar Männer sich wohl aus Freundschaft entschließen, noch bis nach Indien weiterzugehen. Großartige Bilder, besondere Natur, gute Geschichte.

Unbedingt anschauen, wenn man die DVD hat, sollte man sich das Making of, weil Peter Weir einfach lustig ist.

Regisseur: Peter Weir (meine Lieblingsfilme von ihm: Club der toten Dichter und Truman Show)

Schauspieler:

(in Klammer wieder meine Lieblingsfilme, hat nichts damit zu tun, ob es die Besten sind 😉 )

Jim Sturgess (Cloud Atlas, Die Schwester der Königin)

Colin Farrell (Brügge sehen … und sterben, Ein Zuhause am Ende der Welt, Nicht auflegen!, Ondine, 7Psychos und und und)

Ed Harris (Die Firma, Truman Show, Apollo 13)

Saoirse Ronan (In meinem Himmel, Abbitte, Hanna, Grand Budapest Hotel)

Gustaf Skarsgård (Vikings, Kon-Tiki, Patrik 1,5 usw.)

und viele andere, mit denen ich noch keine Filme gesehen habe.

133 min, 2010, Drama, Geschichte, Abenteuer, Englisch, Russisch, Polnisch

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