Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Die Martinigans lebt!


Menschen die niemals traditionsbewusst leben, niemals religiös waren, lassen plötzlich den Oberprediger raushängen, wenn es ums Martinigansl geht! Diese Scheinheiligkeit geht mir persönlich bei meinen Bekannten sehr auf die Nerven, soll aber hier nicht im Mittelpunkt stehen.

euer Essen dauert noch ein bisschen.

euer Essen dauert noch ein bisschen. Bild geklaut bei: http://www.tposcht.ch/fotos/alben-2012/gans-guggel-esel-und-co/

Kennt ihr den Gänserich Martin noch, aus Nils Holgerson? Tja, an die Geschichte kann ich mich kaum noch erinnern, ich war einfach zu klein.

Aber ich brauche einen Namen für meine Gans in meiner Gänsegeschichte. Also können wir genauso gut Martin nehmen.

Also, Martin hatte Glück. Er war ein schöner Gänserich und wurde außerdem auf einem Bauernhof geboren. Reines Glück, wo doch so viele Gänse in Mastbetrieben gezüchtet werden, wo sie nach 10 Wochen ständiger Überfütterung abgeschlachtet werden, obwohl sie eine Lebenserwartung von 25 Jahren hätten.

Seine Aufgabe war es, fremde Leute anzukündigen und zu verjagen. Der Wachhund war schon alt und faul, Martin war genau richtig für diese Aufgabe. Unter den vielen Artgenossen fand er auch schnell eine Frau. Gänse bleiben sich ein Leben lang treu, Scheidung kennen sie anscheinend nicht. Egal, Martin war ja glücklich.

Eines Tages kam ein kleines Mädchen auf den Hof und ratet mal: Martin hat sie vertrieben und in den Finger gezwickt. Das Mädchen war natürlich voll die Dramaqueen und hat losgebrüllt, als wäre Martin ein Wolf.

Jetzt, Leute, jetzt war es mit Martins Glück vorbei. Der Besitzer war wütend. Ohne Betäubung wurden Martin die Federn ausgezupft. Das tat ordentlich weh, ganze Hautstücke wurden mitabgerissen. Aber lange musste Martin sowieso nicht leiden. Seine Kehle wurde aufgeschlitzt und die Schmerzen waren bald vorbei. Martins Frau trauerte lange um ihn, weil Gänse sind halt mal so.

Wie ihr seht, hatte Martin viel Glück.

Die meisten Gänse, die ihr esst, haben nicht so viel Glück.

  • In Mastbetrieben ist die einzige Aufgabe der Gans, schnell Gewicht zuzulegen
  • Überzüchtung und enge Haltungsbedingungen führen zu:
    • Gelenkentzündungen
    • Atemnot
    • Herzanfällen
    • gebrochnenen Beine
    • Tod durch Zertrampelt werden von Artgenossen
  • Gänse, wie auch Hühnern, werden kopfüber an ein Fließbandsystem eingehängt, kurz betäubt, dann schlitzt ein Messer die Kehle auf. Wenn die Betäubung versagt, sind die Schmerzen natürlich furchtbar.
  • Gänse werden nach 10 Wochen ermordet, Lebenserwartung: 25 Jahre
  • Die Gänse bekommen Getreide gefüttert, das eigentlich auch für die Ernährung von Menschen wichtig wäre.
  • Außer totem Tier esst ihr auch: Antibiotika, Cholesterin und Fett

Also: Mahlzeit!

Genauere Infos: http://www.peta.de/martinstag?pk_campaign=newsnov2014#.VGJtHL69tz8

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11. November 2014 von in Essen und getaggt mit , , , , , .
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