Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Im nächsten Leben werde ich Schwein


Im nächsten Leben werde ich Schwein. So ein süßes Ja, natürlich-Ferkerl. Oder ein Teacup-Schwein. Oder ein Hängebauchschwein?

Warum will ich ein Schwein sein:

  • Wenn mir heiß ist, suhle ich mich im Schlamm, aber nicht in meiner eigenen Scheiße, weil Schweine sehr reinlich sind. Sie haben eine Kotecke (wenn der Stall groß genug ist)
  • Ich bin so intelligent wie ein Primat, muss aber nicht auf hohe Bäume klettern.
  • Ich bin treuer, loyaler und gescheiter als ein Hund.
  • Schweine brauchen viel Ruhe und Schlaf (passt perfekt)
  • Schweine sind kurzsichtig (das wird sich also schon mal nicht ändern^^)
  • Bei Juden, Hindus und Moslems gilt mein Fleisch als unrein, dass heißt, ich muss nur im richtigen Land geboren werden, schon hab ich keine Probleme.

Warum ich in Österreich kein Schwein sein will:

  • Laut Gesetz steht einem Schwein ein Platz von 0,7 Quadratmetern zu. Blöd, wenn man sich hinlegen will.
  • Lebenserwartung sind zwar 10 Jahre, aber geschlachtet wird man schon nach 6 Monaten
  • Der Tag ist eintönig. Schweine sind sehr intelligent, und es gibt keine Beschäftigungsmöglichkeiten im Ministall.
  • Männchen sein ist auch nicht gescheit: wenige Tage nach der Geburt werden Männchen bei vollem Bewusstsein kastriert.

Tja, rein technisch bin ich zwar weiblich, aber wer sagt mir, dass bei meiner Verwandlung von Mensch zu Schwein nicht auch an meinem Geschlecht herumgepfuscht wird. Und weil ich gerade vom Geschlecht rede: Der Sex dauert bei Schweinen 10 bis 30 Minuten. Soweit ich mich erinnern kann, ist das beim Menschen kürzer. Lustig: nach 3 Monaten, drei Wochen und drei Tagen kommen Ferkel auf die Welt. Und zwar 6 bis 20 Stück! Noch lustiger: sie suchen sich eine Zitze aus und nehmen nie wieder eine andere. Schweine sind Gewohnheitstiere.

Nur 2,5% des gesamten Fleisches wird als Bio-Ware vermarktet. Gütesiegel haben meist auch Gewinnspanne im Sinn, Bio heißt nur, dass auf mehr Platz für Tiere, Stroh als Einstreu und weniger Antibiotika geachtet wird. Leider kaufen fleischfressende ÖsterreicherInnen meist Aktionsware, die nur Tierqual bedeuten können.

Infos: http://www.schweinefreund.de, vgt.at

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. März 2015 von in Die Trisha interessiert sich für, Die Trisha schreibt, Essen und getaggt mit , , , , .
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