Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Den Dingen einen Namen geben


2015-07-11 17.19.46Dinge, die ein Gesicht haben, brauchen Namen. Davon sind meine Schwester und ich überzeugt. Es macht zwar nicht besonders viel Sinn, leblose Dinge zu benennen, aber wenigstens macht es Spaß!

Beliebte Opfer dieses Spiels sind Schlüsselanhänger (ihrer heißt zum Beispiel Hagen von Tronje), Handytaschen, die wie Monster aussehen (meine heißt Rzzlfruzz), oder auch Teilzeitmitbewohner, wie das Trockengerät, das volle Arbeit geleistet hat, um mein Zimmer auf 40°C zu heizen (mehr Details zu Kunibert!) und die Wand zu trocknen.

Wir bemühen uns sehr, den Dingen und ihrem Charakter gerecht zu werden. Die Dame, hier rechts im Bild, wurde von meiner Schwester im ersten Jahr HTL angefertigt. Sie wurde mit dem Namen Hildegard bedacht und hat sich darüber noch nie beschwert.

Letzten Februar bekamen wir wieder dauerhaften Zuwachs: Meine Schwester machte ein Praktikum in Wien und befasste sich nicht nur mit dem Befüllen von Säcken für ein Theaterstück – nein, sie durfte auch den Totenkopf einer jungen Frau duplizieren. Oh, wie waren wir entzückt als die Dame beschloss, uns von unserer Garderobe aus auf ewig zu bewachen. Da ich zu der Zeit gerade eine Proseminararbeit übver Karl den Großen schrieb, schien der Name Himiltrud genau zu passen.

Himiltrud

Himiltrud

Da hockt sie nun und wacht mit stets offenen Augen über uns.

Jetzt, wo ich das Foto betrachte, fällt mir auf, das die Maus, die danebenhockt, völlig namenlos ist. Hat jemand Vorschläge??

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11. August 2015 von in Unsinn und getaggt mit , , , , , .
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