Weißes Blatt

Neue Texte von Patricia Radda

Und wie schreibst du?


Wie schreibst du? Wann schreibst du? Wie viel am Tag? Wie oft? Schreibst du ein Projekt oder mehrere gleichzeitig? Wie entscheidest du, wo du weiterschreibst?

Es sind seltsame Fragen, denn es ist doch immer anders. Keine Antwort ist  für immer gültig. Warum stellt ihr dann so allgemeine Fragen? Soweit ich weiß, macht das auch jeder anders.

Ich schreibe, weil ich muss. Es ist meine Sucht. Ich bin süchtig nach Wörtern. Abhilfe schaffen kann man mit Büchern oder Filmen, aber so richtige Befriedigung der Sucht erfährt man nur, wenn man selber schreibt. Und das ist anstrengend. Oft findet man nicht mehr in einen Text, den man am Vortag unterbrochen hat. Oft findet man alles, was man bisher geschrieben hat, Scheiße und muss noch einmal von vorne anfangen. Oft hat man fünfzehn Ideen gleichzeitig und kriegt sie nicht alle zu fassen. Oft schreibt man wie in Trance und es ist unglaublich gut, aber man hat gerade kein Projekt, wo der Text hineinpasst und der unglaublich gute Text landet in einer digitalen Schublade, wo er irgendwann vergessen wird.

Die Trance zu erreichen ist gut. Die Texte, die in der Trance geschrieben werden, sind meist die besten. (Ernest Hemingway hat gesagt „Die erste Fassung ist immer scheiße“, aber das stimmt nicht.) Das einfachste wäre also, diese Trance zu erreichen und diese Konzentration (manche nennen es auch Konzentration) erst wieder zu unterbrechen, wenn die erste Version vollkommen fertig ist. So gut wie unmöglich, weil man gezwungen wird, zu unterbrechen (Essen,Schlafen,Klo,Arbeit, irgendwas ist immer).

Also muss man es schaffen, möglichst leicht in diese Trance/Konzentration zurückzufinden. Und das geht am leichtesten mit Musik. Finde ich.

Aber natürlich nicht mit jeder Musik. Wichtig ist es, dass die Musik entweder nur instrumental ist, oder in einer Sprache gesungen wird, in der man nicht mitsingen kann oder es nur eine Zeile gibt, die sich ständig wiederholt und so weiter.

Bei mir funktioniert Metal oder Filmmusik oder auch beides abwechselnd. Und wer auch immer auf die Idee gekommen ist, alle Alben von Nightwish auch instrumental zu veröffentlichen, der kriegt einen Kuss von mir. Mindestens einen. Es gibt auch auf Youtube Videos, die ein Lied in der Endlosschleife haben (zum Beispiel), aber VORSICHT! diese Ohrwürmer wird man teilweise nie wieder los, hab ich gehört…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21. September 2015 von in Die Trisha schreibt und getaggt mit , .
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